7 gute Gründe, warum Sie als Tierarzt kein Gebrauchtgerät aus der Humanmedizin kaufen sollten

Wenn erstmal der Entschluss gefasst ist in neue Röntgentechnik für die eigene Tierarztpraxis zu investieren, ist es an der Zeit Angebote einzuholen. Unweigerlich stellt sich die Frage: Bei wem? Die Zahl der Anbieter am veterinärmedizinischen Markt ist nahezu unendlich und natürlich versprechen alle das beste Röntgensystem. Zur besseren Vergleichbarkeit von Produkten und Anbietern werden also zunächst einmal verschiedene Angebote angefordert.

Während man nun Datenblätter vergleicht und dabei versucht herauszufinden welche Merkmale denn überhaupt entscheidend für die Auswahl des passenden digitalen Röntgens sind (da findet man dann Auslesegeschwindigkeiten, Abmessungen, Linienpaare, Pixelgrößen, Gewicht, Szintillatormaterialien usw.) sticht im Angebot häufig eine Sache ins Auge, die sich auf den ersten Blick sehr einfach vergleichen lässt: der Preis! Aber Achtung! Denn dieser ist mit Vorsicht zu genießen.

Die günstigsten Anbieter im veterinärmedizinischen Markt sind häufig Händler aus der Humanmedizin, welche die Veterinärmedizin als zusätzlichen Absatzmarkt für ihre Gebrauchtgeräte entdeckt haben, ohne das veterinärmedizinische Hintergrundwissen zu haben.

Doch sind wir als Tierärzte, trotz des vermeintlichen Schnäppchenpreises, damit wirklich gut beraten? Die Antwort lautet: Nein! Aus unserer Sicht sprechen folgende Gründe dagegen:

    1.) Die grundsätzlichen Nachteile beim Gebrauchtgerätekauf gelten auch hier: Die Möglichkeit der steuerlichen Abschreibung entfällt, die Garantiemöglichkeiten sind extrem eingeschränkt gegenüber einem Neugerät und man weiß nie genau wie das Gebrauchtgerät vom Vorgänger behandelt, gepflegt und gewartet wurde. Und allein vom Herstellungsdatum des Gerätes lassen sich überhaupt keine Rückschlüsse auf die Anzahl der geschossenen Röntgenbilder ziehen (Abnutzung).

    2.) Die Bediensoftware ist nicht für die Tiermedizin gemacht. In der Humanmedizin kommt es in der Regel nicht vor, dass ein Patient und sein Besitzer eingegeben werden müssen. Also startet man schon während der Patienteneingabe mit der ersten “Bastellösung”. Und dabei reden wir noch gar nicht von einer HD-Aufnahme, die u.a. mit Zuchtbuchnummer und Chipnummer versehen sein muss.

    3.) Der vorgenannte Punkt führt dann beim Hochladen der HD-Bilder zum nächsten Problem: Selbst wenn man es geschafft hat, die erforderlichen Angaben zu Chipnummer, Zuchtbuchnummer, Patient und Besitzer in andere Felder zu schreiben, erkennt das Portal diese beim Hochladen häufig nicht und es erscheint eine Fehlermeldung. Im ungünstigsten Fall kommen dann Zusatzgebühren für das erneute Hochladen, sowie weitere Arbeitszeit und ggfls. Supportgebühren von Hotlines auf die durchführende Tierarztpraxis zu.

    4.) Die Auslesesoftware ist nicht für die Veterinärmedizin gemacht. Ein wesentlicher Teil, der die Bildqualität bei einem Röntgensystem bestimmt, ist der Algorithmus nach welchem die Röntgenbilder, die wir sehen, erstellt werden. Humanmedizinische Geräte sind in diesem Fall eben genau das: für die Humanmedizin entwickelt und optimiert. Sofern nicht zumindest das sogenannte Processing von tiermedizinisch versierten Spezialisten angepasst wurde, entstehen qualitativ minderwertige Röntgenbilder die auch durch Nachbearbeitung nicht mehr zu retten sind.

    5.) Datensicherung! Häufig werden bei diesen Systemen Backups von den Patientendaten und den Röntgenbildern noch umständlich auf CD oder DVD gebrannt. Das geht besser (und schneller und einfacher) mit einem PACS (Picture Archiving and Communication System – ein eigenständiger Blogbeitrag dazu folgt!). Die Humangeräte-Händler haben hierauf reagiert und bieten eigene PACS-Lösungen an. Leider – und das ist kein Witz – sind diese häufig auch aus der Humanmedizin entliehen, teilweise sehr veraltet und können gar nicht mit den gängigen Praxismanagementsystemen in vielen Tierarztpraxen und Tierkliniken kommunizieren.

    6.) Norbergwinkel, VHS, TPLO, TTA sind veterinärspezifische Messungen. Ohne tiermedizinspezifische Software oder ein veterinärmedizinisches PACS sind diese Messungen schlichtweg nicht möglich. Das heißt im ungünstigsten Fall müssen Röntgenaufnahmen auf Kosten der Tierbesitzer beim spezialisierten Kollegen wiederholt werden oder wir stehen wieder mit Stift und Papier am Röntgenbild und malen.

    7.) Der Verkaufsberater ist kein Tierarzt. Zugegeben, das sind auch die meisten der rein in der Veterinärmedizin tätigen Händler nicht - aber für die VetRöntgen Kunden macht es definitiv einen Unterschied wenn Beratung, Auslieferung, Einarbeitung und Schulung durch TierärztInnen mit Praxiserfahrung erfolgt.

Allen preislich-attraktiven Angeboten zum Trotz, sprechen die oben genannten Gründe eine deutliche Sprache: Wenn in neue Röntgentechnik investiert werden soll, lohnt sich die Anschaffung eines auf die Tiermedizin spezialisierten Systems.

Wir von VetRöntgen kennen als ausgebildete Tierärzte die speziellen Anforderungen unserer Tierarzt-Kollegen an Röntgensysteme sehr genau. Basierend auf unserem Erfahrungsschatz und Fachwissen konnten unsere besonderen Röntgenlösungen entwickelt werden. Für mehr Informationen kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne bei der Wahl des richtigen Systems, individuell für Ihre Praxis und Bedürfnisse!

Autor

Alice Matenaers

"Mein Ziel: Kundenzufriedenheit und diagnostische Sicherheit durch intensive Schulung und Einarbeitung nach dem Kauf."

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